2026-10-16 · Produkt & Preise
Warum ich nicht «unbegrenzt» auf die Preisseite schreibe
Für meine betriebenen Anwendungen lag die Idee nahe: unbegrenzte Ressourcen, und wer übertreibt, wird gebeten zu gehen. Ich habe mich dagegen entschieden.
Auf meiner Preisseite stand «Standard-Ressourcen» — ohne Zahlen. Das sieht schwach aus und ist als Vertragsinhalt zu ungenau. Die einfachste Lösung schien «unbegrenzt»: kein Rechnen für den Kunden, und für die wenigen, die sehr viel verbrauchen, eine Klausel, ab wann sie in einen individuellen Tarif müssen — etwa ab einem Vielfachen des mittleren Kunden.
Warum das nicht trägt
«Unbegrenzt» mit einer Grenze im Kleingedruckten gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz als irreführende Werbung; deutsche Gerichte haben gedrosselte «Flatrates» schon gekippt. Und eine Grenze, die vom Median aller Kunden abhängt, kann der Kunde beim Kauf nicht kennen, und sie verschiebt sich mit jedem neuen Kunden. Bei zwanzig Kunden ist ein ganz normales Nextcloud mit 30 GB plötzlich «zehnmal über dem Median».
Einen Kunden einfach hinauszuwerfen, weil er nutzt, was ihm versprochen wurde, geht ebenfalls nicht — nur mit ordentlicher Kündigung, bei Jahresabos mit Rückerstattung.
Was ich stattdessen veröffentliche
Eine einzige Zahlenreihe für jede Instanz: 100 GB Speicher, 2 vCPU, 4 GB Arbeitsspeicher, 1 TB Datenverkehr im Monat, tägliche Backups mit 14 Tagen Aufbewahrung, Benutzer ohne Grenze. Dazu drei Zusätze mit festem Preis. Ab 80 % Speicher melde ich mich; ohne Zustimmung kostet nichts extra, die Instanz nimmt dann nur keine neuen Daten mehr an.
Für die allermeisten ist das praktisch unbegrenzt — nur ehrlich. Und für mich ist das eigentliche Risiko gedeckt: nicht der Durchschnitt, sondern der eine Kunde, der mehrere Terabyte ablegen will.